Die Lokalisierung von Credit Spreads nach dem Fast-Kollaps des Systems
Vor mehr als einem Jahr stand das Finanzsystem nach dem Ausfall von Lehman
und den "Problemen" bei AIG und Hypo Real Estate am Abgrund. Durch die
massiven staatlichen Hilfsmaßnahmen konnte der Absturz verhindert werden und
spätestens seit März 2009 lassen sich mit risikoreichen Anlagen wieder
Gewinne erzielen. Welche mittelfristigen Veränderungen ergaben sich durch
dieses Feuer, durch das die Finanzwelt gehen musste, für den Anleihemarkt?
Das prägende Thema für Rentenmanager im Jahr 2009 waren
Unternehmensanleihen, die mit sehr hohen Rendite-Aufschlägen emittiert
wurden. Die beiden Gründe für diese Rekord-Emissionstätigkeit der
Unternehmen waren erstens die fehlende Möglichkeit bei den angeschlagenen
Banken, Kredite aufzunehmen und zweitens der Wunsch nach einem
Liquiditätspolster, der im erwarteten Wirtschaftsabschwung vor
Liquiditätsengpässen schützen sollte.
Durch die Aufschläge bei Neuemissionen konnten Investoren in
Unternehmensanleihen schon unmittelbar nach der Emission mit höheren Kursen
rechnen und so eine zusätzliche Performance bei Anleihefonds generieren.
Gleichzeitig konnten auch die Großbanken bei der Emission der Anleihen hohe
Gewinne erzielen und sich dadurch "aus der Krise verdienen". Diese Gewinne
der großen Banken wiederum verbesserten die allgemeine Lage und führten so
zu einer weiteren Reduktion der Risikoaufschläge und damit letztendlich zu
noch höheren Anleihekursen. Eine ganze Reihe der um den Jahresanfang
emittierten Anleihen notiert daher jetzt zu einem Kurs von rund 115.
Has the rally gone too far?
Die Credit Spreads verkleinerten sich so weit und die Kurse der
Unternehmensanleihen kletterten so unerwartet schnell, dass viele
Marktteilnehmer - geprägt von Verlusten durch Übertreibungen - bereits die
nächste Blase wittern, schließlich befinden wir uns ja noch in einer
veritablen Krise.
Unsere Sicht dazu wollen wir in folgenden Punkten festhalten:
Wird diesen Faktoren Rechnung getragen, bleibt die Investition in
diversifizierte Rentenportfolios vorteilhafter als das reine Halten von
Staatsanleihen.
Mag. Thomas Neuhold, Gutmann Kapitalanlageaktiengesellschaft
Rückfragen:
Mag. Friedrich Strasser,
Vorstand der Gutmann Kapitalanlageaktiengesellschaft
Tel.: +43-1-502 20-216,
friedrich.strasser@gutmann.at
http://www.gutmannfonds.at
Renate Skoff,
The Skills Group
Tel.: +43-1-505 26 25,
skoff@skills.at
http://www.skills.at
Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert. Für deren Richtigkeit und
Vollständigkeit sowie für das Eintreten von Prognosen wird jedoch keine
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Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines
Investmentfonds zu. Ausgabe- und Rücknahmespesen werden in den
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