Gutmann Portfolio Management Report 1. Quartal 2009

Kurz gefasst


Rückblick 1. Quartal 2009

Geithners Plan zur Rettung der Banken

Das erste Quartal 2009 wurde von einer markanten Verstärkung des konjunkturellen Abschwungs einerseits und von den enormen Anstrengungen der Zentralbanken und Regierungen zur Stabilisierung der Finanzmärkte andererseits geprägt. US-Finanzminister Timothy Geithner stellte Ende März einen Plan zur Bereinigung der Bilanzen amerikanischer Finanzinstitute vor - die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Banken wieder mehr Kredite vergeben und die Wirtschaft mit Geld versorgen. Banken, die ihre faulen Wertpapiere verkaufen möchten, melden dies bei der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) an. Diese prüft die Kredite und veranstaltet eine Auktion für private Investoren. Der Investor mit dem höchsten Gebot erhält Zugang zu dem "Public-Private-Investment-Funds"-Programm und den damit verbundenen günstigen Finanzierungskonditionen. Für jeden Dollar des Investors soll ein Dollar von der Regierung kommen. Weitere Mittel steuert die US-Notenbank als Kredit bei. Damit wird das Problem der Preisfindung für die toxischen Wertpapiere an die privaten Manager delegiert. Die Hoffnung ist, dass sich die Wirtschaft relativ rasch wieder erholt und Gewinne anfallen.

Allerdings sind vorerst noch keine konkreten Anzeichen einer Erholung zu erkennen. Zwar haben sich die Werte für das Geschäftsklima und die Umfrageergebnisse bei den Einkaufsmanagern in vielen Industriestaaten nicht mehr verschlechtert, das globale Wirtschaftswachstum dürfte aber im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahr erstmals seit den 1930-iger Jahren gesunken sein. Beinahe gleichzeitig verstärkte sich weltweit der Rückgang der Produktion und der Nachfrage. In der Eurozone brach die Industrieproduktion im Jänner im Vergleich zum Vorjahr um 17,3 Prozent ein, in den USA fiel sie im gleichen Zeitraum um 11,4 Prozent. Der internationale Handel trägt zu einer Ausbreitung der Krise auf alle Weltregionen bei. Das Exportvolumen wird der Welthandelsorganisation WTO zufolge in den Industrieländern in diesem Jahr um zehn Prozent abnehmen. In den Entwicklungsländern betrage der Rückgang zwei bis drei Prozent, so die WTO.

Grafik: US Sektor Performance (Russell 3000, Quelle: Capital Economics)

Im Jänner und Februar gingen auch die Aktienkurse weiter auf Talfahrt, fast alle wichtigen Indizes erreichten neue Tiefstände. Im März sorgten dann die neuen Pläne der US-Notenbank für Unterstützung. Obwohl die US-Unternehmensgewinne im vierten Quartal 2008 um 16,5 Prozent einbrachen, sind die Gewinne in den meisten Branchen immer noch recht hoch. Sogar die Finanzinstitute konnten in den Monaten Oktober bis Dezember einen annualisierten Gewinn von fast 90 Mrd. USD erwirtschaften.

Ausblick - Positionierung

Niedrige Energiepreise stützen US-Konsum

Die Situation für die US-Haushalte hat sich in den vergangenen Monaten stark verschlechtert. Die Einkommen sinken angesichts zunehmender Arbeitslosigkeit und kaum noch steigender Löhne. Hinzu kommen der Wertverlust durch fallende Aktienkurse und der starke Rückgang des Immobilienvermögens. Dass die privaten Konsumausgaben im Jänner und Februar trotzdem anstiegen, lässt sich auf den energiepreisbedingten Kaufkraftgewinn zurückführen.

Grafik: US heating oil prices / US gasoline prices (Quelle: Bloomberg)

Mit 53,5 USD je Barrel betrug der Rohölpreis nur etwas mehr als ein Drittel seines Spitzenwertes von 145 USD, der im Juli des vergangenen Jahres zu verzeichnen war. Mit dem Ölpreisverfall gingen auch die Benzin- und Heizölpreise drastisch zurück. Die jährlichen Energieaufwen-dungen in den USA im Jahr 2009 dürften voraussichtlich von 700 Mrd. USD auf 300 Mrd. USD schrumpfen.

Den Amerikanern bleiben somit 400 Mrd. USD mehr für den Konsum, was wie ein zusätzliches Konjunkturprogramm wirkt. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren wird sich der private Konsum aber nur sehr verhalten entwickeln und auch die Unternehmen werden sich mit Investitionen in den nächsten Quartalen zurückhalten. Das Institut für Weltwirtschaft erwartet für das Jahr 2009 einen Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts um 1,9 Prozent.

Euroraum - unsere Befürchtungen bestätigen sich

Am 5. März nahm die EZB ihre BIP-Schätzungen für 2009 überraschend stark von -0,5 Prozent auf -2,7 Prozent zurück und senkte gleichzeitig die Inflationsprognose von 1,4 Prozent auf 0,4 Prozent. Doch bereits die wenige Tage später publizierten Prognosen des Instituts für Weltwirtschaft gingen von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,3 Prozent aus, denn in der Zwischenzeit war der Absturz der deutschen Industrieproduktion im Jänner um 7,5 Prozent veröffentlicht worden. Wie alle stark exportorientierten Volkswirtschaften wird Deutschland besonders von der schwächeren Auslandsnachfrage belastet.

Das Tempo des Investitionsrückganges dürfte aber abnehmen. Denn hinter dem Rückgang des ifo-Geschäftsklimas im März um 0,5 Punkte verbarg sich zwar ein Rückgang der Lagebeurteilung, die Erwartungen der Unternehmen konnten aber zum dritten Mal in Folge zulegen. Damit haben die ifo-Geschäftserwar­tungen einen Trendwechsel vollzogen.

Japan - Entwicklung der Wirtschaft weiterhin schwach

Auch wenn der Aktienmarkt in Tokio im Vergleich zu den anderen etablierten Märkten seit Jahresanfang den geringsten Rückgang zu verzeichnen hatte, so ist es dennoch zu früh, Entwarnung für die japanische Wirtschaft zu geben.

Die japanische Wirtschaft reagiert sehr sensibel auf Entwicklungen im Exportbereich und hier zeigten die Ende März veröffentlichen Daten einen dramatischen Rückgang – ebenso wie das Konsumwachstum, welches im März zurückging. Auch bei der Arbeitslosigkeit ist ein Anstieg zu verzeichnen, jedoch ist festzuhalten, dass es sich hierbei um einen nachlaufenden Indikator handelt. Da die Lagerbestände aufgrund der Produktionskürzungen im großen Stil zuletzt stark zurückgegangen sind, könnte hier bereits ein Silberstreif am Horizont zu erkennen sein und die Produktionen könnten im Laufe des Jahres wieder etwas ausgeweitet werden.

Asien - Länder wie China mit geringem Exportanteil im Vorteil

Deutlich besser sehen die Prognosen für Asien ex-Japan aus. Insbesondere China wächst - wenn auch in deutlich eingeschränktem Maße - dieses Jahr mit erwarteten 6-8 Prozent weiter. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Unterstützung der Regierung zum Großteil in Infrastrukturmaßnahmen fließt, da keine Banken mit ihren faulen Krediten unterstützt werden müssen. Außerdem ist das Konjunkturpaket gemessen an der volkswirtschaftlich Gesamtleistung deutlich höher als in anderen Ländern und aufgrund des geringen Defizits gibt es die Möglichkeit, dieses falls notwendig auch deutlich aufzustocken.

Generell dürften sich besonders jene Volkswirtschaften der Emerging Markets stabiler halten, in welchen der Anteil der Exporte am Bruttoinlandsprodukt im Vergleich geringer ist. Die hohe Sparquote in den asiatischen Ländern sollte dafür sorgen, dass der Konsum stabil gehalten werden kann.

Entspannungssignale in CEE?

Die Aktienmärkte im CEE-Raum zeigen erste Anzeichen einer leichten Entspannung. Maßgeblich dafür sind wohl folgende Faktoren: Die Abwertung der lokalen Währungen gegenüber dem Euro verlangsamte sich, gleichzeitig legen die schwächeren Währungen einen Grundstein für zukünftig neuerlich gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit. Auch die CDS Spreads (Kosten für die Absicherung von Länderrisiken) für die meisten osteuropäischen Staaten weiteten sich nicht mehr aus. Der für Russlands Zahlungsbilanz wichtige Ölpreis machte eine Aufwärtsbewegung gegenüber den Tiefstständen. Konsequenterweise konnten die CEE-Märkte und Russland im März eine im Vergleich zu den Weltaktienmärkten bessere Performance verbuchen. Risiken für die Märkte ergeben sich vor allem aus folgenden Faktoren: Die Berichtssaison für das erste Quartal dürfte nochmals schlechter werden und die Korrektur bei den Kapazitäten wird sich in steigenden Arbeitslosenzahlen und Konkursen sowie womöglich zunehmendem öffentlichen Interventionismus widerspiegeln. Erste Anzeichen, dass sich die Kreditklemme etwas lockert, gibt es allerdings bereits.

Massive Kürzungen der OPEC Förderquoten

Nach den starken Kurs-einbrüchen des letzten Jahres pendelte sich Anfang 2009 Öl auf einem Niveau von 40-45 USD je Barrel ein und durchbrach gegen Ende des ersten Quartals erstmalig wieder die 50-USD-Marke. Diese Entwicklung wurde durch OPEC-Kürzungen positiv beeinflusst. Der Markt-konsensus geht von einem weiteren Anstieg bis Jahresende aus.

Positionierung bleibt defensiv mit leicht erhöhtem Risiko

Auch am US-Immobilienmarkt deutet sich an, dass die starke Abwärtsbewegung zum Halten kommen könnte. Dank der starken Preisabschläge auf zwangsvollstreckte Häuser konnten die Verkäufe von bestehenden Eigenheimen im Februar entgegen den Erwartungen zulegen. Historisch betrachtet erholen sich die Aktienmärkte vor den Immobilienmärkten, doch noch überwiegen die negativen Signale. Auch wenn die Schätzungen für die globalen Unter-nehmensgewinne 2009 in den letzten sechs Monaten um 41 Prozent nach unten revidiert wurden, ist noch immer unwahrscheinlich, dass die Gewinnschätzungen bereits die Realität widerspiegeln. Laut den Konsensprognosen von Thomson Financial beträgt der erwartete Gewinnrückgang für das laufende Jahr für die S&P-500-Unternehmen 8 Prozent und für die Eurostoxx-50-Unternehmen 5,1 Prozent.

Das Gewinnrisiko wird aber durch die günstigen Aktienbewertungen relativiert. Die Märkte erscheinen überverkauft und auch wenn die Voraussetzungen für nachhaltig steigende Aktienkurse nicht gegeben sind, kann jede positive Nachricht eine Rallye auslösen. Wir haben unser Risiko leicht erhöht, bleiben aber vorerst bei einer moderaten Aktiengewichtung. Um Risiken zu begrenzen und Opportunitäten wahrzunehmen, halten wir diszipliniert an unserem diversifizierten Ansatz fest.

Ein wesentlicher Grund für unsere noch vorsichtige Haltung ist die Verknappung des Kreditangebots der Banken. Trotz der aggressiven Politik der Zentralbanken sind die Finanzmärkte noch nicht mit der hohen Liquidität versorgt, die für einen nachhaltigen Auf­schwung am Aktienmarkt erforderlich ist.

Grafik: Renten USA / Aktien USA (Quelle: Bloomberg)

Wir erwarten, dass die USA dank der Tragweite der ergriffenen Maßnahmen als eine der ersten Volkswirtschaften zu einer Erholung ansetzen werden und bleiben bei unserer Präferenz für US-Aktien. Aufgrund des deutlich schlechteren Ausblicks für die europäische Wirtschaft sind wir in europäischen Aktien derzeit klar untergewichtet.

Es ist wahrscheinlich, dass sich die Emerging Markets bei einer Markterholung über-durchschnittlich entwickeln. Mit einer weiteren Verlagerung in Richtung Asien wollen wir davon profitieren. Vor allem Infrastrukturausgaben werden in vielen Staaten als Teil der Lösung gesehen, um das Wirtschaftsgeschehen anzukurbeln. Diese immensen staatlichen Investitionen eröffnen sowohl in den Industriestaaten als auch in den Schwellenländern große Chancen für Unternehmen mit hohem Anteil im Infrastrukturmarkt.

Niedrige Lohnkosten und gut ausgebildete Arbeitskräfte machen Mittel- und Osteuropa attraktiv. Dieser Effekt wird sich bei weiterer Abwertung der Lokalwährungen verstärken und wir bleiben in diesen Märkten übergewichtet.

Kräftige Lebenszeichen in Segmenten des lethargischen Rentenmarktes

Die fortgesetzte Krise an den Finanzmärkten hält weite Teile des Rentenmarktes weiterhin fest im Griff und führt nach wie vor fast zu einem Stillstand in zahlreichen Segmenten dieses Marktes. Der Handel am Sekundärmarkt wird durch hohe Bid-Ask-Spreads erschwert. Stattdessen bietet der Primärmarkt derzeit äußerst attraktive Chancen. Unternehmen müssen aktuell einen hohen Risikoaufschlag bezahlen, wenn sie am Kapitalmarkt Geld aufnehmen. Attraktive Emissionen bekannter Unternehmen sind häufig binnen einer Stunde mehrfach überzeichnet. Die große Nachfrage, die dadurch ausgedrückt wird, setzt sich dann im Regelfall am Sekundärmarkt fort. Das Partizipieren am Primärmarkt bietet dadurch dem Fondsmanagement die besten Möglichkeiten.

Eine weitere Asset-Klasse, die wir nach wie vor mit einbeziehen, ist jene der inflationsgebundenen Anleihen bzw. inflation-linked Bonds. Da im Augenblick eher die Angst vor einer Deflation als vor einer erneuten Geldentwertung besteht, sind diese Wertpapiere attraktiv bewertet. So preist der Markt auf eine Laufzeit von sechs Jahren derzeit eine durchschnittliche Inflationsrate von nur 1,3 Prozent ein. Im Falle, dass dieser Wert im Durchschnitt überschritten wird, bietet die inflationsgebundene Anleihe eine höhere Rendite als eine entsprechende Anleihe mit fixem Kupon.

Globaler Kraftakt gegen die Rezession - mit unterschiedlichen Waffen
--------------------------------------------------------------------------------------------------

Kaum eine Nation konnte sich dem dramatischen konjunkturellen Abschwung, der seit mehreren Monaten mit teilweise zunehmender Dynamik auftritt, entziehen. Wenngleich die drohenden Gefahren so manchem (zu) lange verborgen blieben, ist mittlerweile jedoch jedem bewusst, dass die globale Finanz- und Wirtschaftskrise möglichst rasch gelöst werden muss. Der Weg dahin ist allerdings ein steiniger und wird unterschiedlich beschritten.

Im Ursprungsland der Krise hat sich zunächst die Federal Reserve Bank (Fed) mit massiven Zinssenkungen gegen die Kreditklemme gestemmt. Der Leitzins befindet sich aktuell zwischen 0 und 0,25 Prozent - expansiver kann Geldpolitik kaum gestaltet werden. In einem weiteren Schritt hat die Fed begonnen, mit einem Volumen von 300 Mrd. USD Staatsanleihen am Sekundärmarkt zu kaufen. Die Transaktionen, die sich vorwiegend im 2-10-jährigen Segment abspielen sollen, haben zum Ziel, die Finanzierungskosten in diesem Laufzeitensegment zu senken. Mit dieser Maßnahme konnten bereits erste Erfolge erzielt werden. Das Problem wird jedoch auch an anderen Ebenen bekämpft.

Eine erst vor kurzem im Detail präsentierte Maßnahme soll nun auch bei den Banken direkt ansetzen. Im Rahmen des TALF-Programms sollen unter Teilnahme von privaten Investoren toxische Vermögenswerte von den Banken gekauft werden. Die Regierung unterstützt diesen Plan durch die Hinzugabe eines Dollars zu jedem Dollar aus privater Hand. Die Investoren haben zudem die Möglichkeit, sich zu günstigen Konditionen bei der Notenbank oder der US-Einlagensicherung FDIC zu finanzieren. Insgesamt sollen dadurch etwa 500 Mrd. USD für den Kauf von problembehafteten Vermögenswerten bereitgestellt werden können. Der Beitrag der öffentlichen Hand wird mit 75 bis 100 Mrd. USD beziffert. Die Vermögenswerte, um die es in diesem Programm geht, bestehen auf der einen Seite aus faulen Krediten, die die Bankbilanzen belasten und die Finanzierung der Banken - aber auch deren Fähigkeit, dringend gebrauchte neue Kredite zu vergeben - beschneidet; auf der anderen Seite aus Wertpapieren, die völlig illiquid sind. Insgesamt wendet sich die Regierung mit der beeindruckenden Summe von bis zu 1.000 Mrd. USD dem Problem risikobehafteter Vermögenswerte zu. Die US-Institutionen signalisieren mit diesem beherzten Vorstoß nicht nur, dass das Problem dringlich ist, sondern auch, dass der gemeinsame Wille besteht, es zu lösen.

Zumindest Letzteres war in der Eurozone lange Zeit ungewiss. Die Europäische Zentralbank hat bisher vergleichsweise zurückhaltend reagiert. Dabei sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass in Frankfurt die Politik der "ruhigen Hand" gelebt wird. Möglicherweise hat vor diesem Hintergrund die Beurteilung der gesetzten Maßnahmen anders auszufallen. Letztlich jedoch kommen wohl viele Marktbeobachter zu der Auffassung, dass die beiden wesentlichen monetären Maßnahmen vergleichsweise verhalten ausgefallen sind: nämlich die Senkung des Leitzinses auf nunmehr 1,5 Prozent (bzw. die Verringerung des Einlagezinssatzes für Geschäftsbanken auf 0,5 Prozent) und die volle Zuteilung bei Tendergeschäften für Geschäftsbanken - bei gleichzeitiger Ausweitung der Regelung für Hinterlegungen, die für Notenbankgeld zu leisten sind. Zuletzt wurden jedoch auch darüber hinausgehende Eingriffe der Notenbank diskutiert. Die Möglichkeit, weitere Maßnahmen durchzuführen, wurde zumindest nie verneint; insofern gilt es, die Entwicklung der kommenden Wochen abzuwarten. Grundsätzlich jedoch sollte angesichts der besonderen Situation, in der sich die globale Konjunktur (und insbesondere auch einige Länder der Eurozone) befinden, eher heute als morgen eine Möglichkeit zur Lösung der Krise gefunden werden. Dessen waren sich wohl auch die Vertreter der nationalen Regierungen bewusst, als nach langen Diskussionen doch eine gemeinsame Linie zur Unterstützung besonders krisengebeutelter Staaten gefunden wurde. Regionalen Unwägbarkeiten sollte man in einer Staatenunion auch gemeinsam entgegen treten. Diesem Credo wollte man sich wohl mit dem Beschluss annähern, den maximalen Rahmen von Zahlungsbilanzhilfen für Mitgliedsländer auf 100 Mrd. EUR auszuweiten. Zudem wurde betont, dass kein Mitglied der Eurozone mit seinen Problemen allein gelassen werde, was wohl als Zugeständnis an die häufig auftretende Diskussion über eine mögliche Instabilität der Eurozone zu werten ist. Staaten, die (noch) nicht Teil der Europäischen Union sind, können nun mit maximal 50 Mrd. EUR unterstützt werden. Die Zuhilfenahme des Internationalen Währungsfonds ist eine weitere Möglichkeit für manche Staaten, von der Island und Ungarn bereits Gebrauch gemacht haben.

© Bank Gutmann Aktiengesellschaft
Schwarzenbergplatz 16
1010 Wien, Österreich
Tel.: +43-1-502 20-0
http://www.gutmann.at

Rückfragen:
Mag. Friedrich Strasser,
Vorstand der Gutmann Kapitalanlageaktiengesellschaft
Tel. +43-1-502 20-216,
friedrich.strasser@gutmann.at
http://www.gutmannfonds.at

Renate Skoff, The Skills Group
Tel. +43-1-505 26 25,
skoff@skills.at

http://www.skills.at


Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert. Für deren Richtigkeit und Vollständigkeit sowie für das Eintreten von Prognosen wird jedoch keine Gewähr übernommen und jede Haftung ausgeschlossen. Die Anlage in Investmentfonds ist Marktrisiken unterworfen. Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Ausgabe- und Rücknahmespesen werden in den Performancedaten nicht mitberücksichtigt. Der veröffentlichte Vereinfachte und Vollständige Prospekt genannter Fonds in der aktuellen Fassung im Sinne § 6 InvFG stehen den Interessenten bei der Gutmann Kapitalanlageaktiengesellschaft und der Bank Gutmann AG, beide Schwarzenbergplatz 16, 1010 Wien, Österreich kostenlos zur Verfügung.